Worauf es beim Erstellen und Drucken von Barcodes ankommt
Ein Barcode muss nicht nur korrekt erstellt, sondern auch passend zur Anwendung gedruckt werden. Erst wenn Barcode-Art, Größe, Etikettenmaterial, Druckqualität und Barcode-Lesegerät zusammenpassen, ist eine zuverlässige Erfassung möglich.
Bei der Erstellung sind vor allem die benötigte Datenmenge, die verfügbare Kennzeichnungsfläche und die spätere Einsatzumgebung entscheidend. Ein Barcode auf einer Produktverpackung stellt andere Anforderungen als ein kleiner Data-Matrix-Code auf einem Bauteil.
Auf dieser Seite erfahren Sie, worauf Sie beim Erstellen und Drucken von Barcode-Etiketten achten sollten und welche Drucker, Materialien und Softwarelösungen sich eignen.
1. Den passenden Barcode auswählen
Am Anfang steht die Frage, welche Daten gespeichert werden sollen und wie viel Platz für den Code vorhanden ist. Für einfache Produktkennzeichnungen eignen sich häufig EAN-Barcodes. Für Logistik, Rückverfolgbarkeit oder kleine Bauteile können Code 128, GS1-128 oder Data Matrix geeigneter sein.
| Anforderung | Mögliche Barcode-Lösung |
| Produktkennzeichnung im Handel | EAN-13 oder EAN-8 |
| Logistik, Versand und Lager | Code 128 oder GS1-128 |
| Kleine Bauteile und Rückverfolgbarkeit | Data Matrix |
| Digitale Informationen und Dokumente | QR-Code |
Welcher Barcode für welche Anwendung?
2. Barcode so gestalten, dass er gut lesbar ist
Ein Barcode kann nur sicher gelesen werden, wenn er ausreichend groß, kontrastreich und sauber gedruckt ist. Besonders bei kleinen Etikettenflächen oder vielen gespeicherten Daten muss die Barcode-Gestaltung sorgfältig geplant werden.
Barcodegröße und DatenmengeJe mehr Daten ein Barcode enthält, desto mehr Platz benötigt er. Ein kleiner Code mit zu vielen Informationen lässt sich oft nicht zuverlässig lesen. Bei wenig Platz bietet ein Data-Matrix-Code häufig Vorteile gegenüber einem klassischen 1D-Barcode. |
Kontrast und freie RandbereicheDer Barcode benötigt einen deutlichen Kontrast zum Hintergrund. Zusätzlich sollten links und rechts des Codes freie Randbereiche vorhanden sein. Diese sogenannten Quiet Zones unterstützen die sichere Erkennung durch den Scanner. |
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Druckauflösung und DruckqualitätDie Auflösung des Druckers muss zur Größe und Detailgenauigkeit des Codes passen. Kleine Data-Matrix-Codes und sehr feine Barcodeelemente benötigen eine entsprechend gute Druckqualität. |
Etikettenmaterial und OberflächeDas Material muss zur Oberfläche und zur Einsatzumgebung passen. Feuchtigkeit, Chemikalien, Abrieb, hohe Temperaturen oder Außenbereiche können spezielle Etikettenmaterialien erfordern. |
3. Barcode-Etiketten mit dem passenden Drucker drucken
Der richtige Drucker richtet sich nach dem Einsatzort, der benötigten Etikettengröße, der Druckmenge und dem Material. Für die mobile Kennzeichnung direkt vor Ort eignen sich mobile Etikettendrucker. Für Produktion, Lager und Versand sind stationäre Drucker häufig die passende Lösung.
Mobile Etikettendrucker
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Stationäre Etikettendrucker
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4. Thermodirekt oder Thermotransfer?
Je nach Anwendung wird ein Barcode-Etikett im Thermodirekt- oder Thermotransferverfahren gedruckt. Thermodirekt eignet sich für kurzfristige Anwendungen, beispielsweise im Versand. Für langlebige Kennzeichnungen ist Thermotransfer mit passendem Farbband und geeignetem Etikettenmaterial häufig die bessere Wahl.
| Druckverfahren | Typische Anwendung |
| Thermodirekt | Kurzfristige Etiketten, zum Beispiel für Versand und Logistik |
| Thermotransfer | Langlebige Kennzeichnungen für Industrie, Lager, Maschinen, Anlagen, Labor |
5. Barcode vor dem Einsatz prüfen
Vor dem Einsatz sollte geprüft werden, ob der Barcode mit dem vorgesehenen Scanner sicher gelesen werden kann. Dabei spielen Barcode-Art, Codegröße, Lesereichweite, Oberfläche und Umgebungsbedingungen eine wichtige Rolle.
- Ist der Barcode ausreichend groß und kontrastreich?
- Sind die freien Randbereiche neben dem Barcode vorhanden?
- Passt das Etikettenmaterial zur Oberfläche und Umgebung?
- Kann der vorgesehene Scanner den verwendeten Code lesen?
- Ist der Barcode auch bei Abstand oder wechselndem Licht lesbar?
Software für die Barcode-Erstellung
Für die Gestaltung und den Druck professioneller Barcode-Etiketten stehen unterschiedliche Softwarelösungen zur Verfügung. Für Brady-Etikettendrucker bietet Brady Workstation verschiedene Apps, Vorlagen sowie Funktionen für Datenimport und Serialisierung.
Weitere Informationen zu Funktionen, Apps und kompatiblen Brady-Druckern finden Sie auf unserer separaten Produktseite zu Brady Workstation.
Zu Brady WorkstationAlles für Ihre Barcode-Kennzeichnung
Für eine funktionierende Barcode-Lösung müssen Barcode, Software, Drucker, Etikettenmaterial und Lesegerät zusammenpassen. Wir helfen bei der Auswahl der geeigneten Komponenten für Ihre Anwendung.
Barcode-Arten im Überblick Brady-Etikettendrucker Brady-Etiketten & Farbbänder Barcode-Lesegeräte