So planen Sie individuelle Schilder richtig
Eine Sonderanfertigung ist sinnvoll, wenn ein Standardschild in
Größe, Text, Material, Montage oder Sichtbarkeit nicht zur
tatsächlichen Anwendung passt. Das betrifft zum Beispiel Maschinen,
Verkehrswege, Parkplätze, Gebäude, Außenanlagen und Bereiche mit
besonderen Umgebungsbedingungen.
Der wichtigste Schritt erfolgt vor dem Layout: Zuerst muss geklärt werden, welche Information das Schild vermitteln soll, wo es angebracht wird und aus welcher Entfernung es erkannt werden muss. Erst danach lassen sich Format, Material, Sicherheitszeichen und Befestigung sinnvoll festlegen.
Individuelle Schilder können Sicherheitszeichen, Warnhinweise, Wegweiser, Parkplatz- und Verkehrsschilder, Türschilder, Prüfhinweise oder Standortkennzeichnungen enthalten. Auch großformatige Banner, nachleuchtende Fluchtwegkennzeichnungen sowie Piktogramme auf Rolle oder als Einzelkarten lassen sich passend zum Einsatzzweck ausführen.
Einsatzort, Sichtbarkeit und Montage festlegen
Für eine Anfrage sind konkrete Angaben hilfreicher als eine allgemeine Beschreibung wie „wir benötigen ein Schild“. Wichtig sind der Einsatzort innen oder außen, mögliche Einflüsse wie UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Chemikalien, Abrieb oder Temperaturschwankungen sowie der Untergrund für die spätere Montage.
Ebenso entscheidend sind die Blickrichtung und der Sichtabstand. Ein Schild an einer Maschine wird aus einer anderen Entfernung gelesen als ein Wegweiser an einer Kreuzung oder ein Decken-, Fahnen- oder Winkelschild. Wenn Hinweise aus mehreren Richtungen sichtbar sein müssen, kommen beispielsweise Fahnenschilder, Winkelschilder oder Hängeschilder in Betracht.
Vor dem Entwurf sollten Text, Symbol, Pfeilrichtung, Sprache, Stückzahl und gewünschte Größe feststehen. Bei Standort- oder Parkplatzschildern helfen ein Foto des Montageorts und die geplante Befestigung. Dadurch lassen sich unpassende Formate, zu kleine Schriften oder verdeckte Montagepositionen frühzeitig vermeiden.
Der Korrekturabzug ist ein wichtiger Teil des Ablaufs. Vor der Freigabe sollten Schreibweise, Symbole, Pfeilrichtungen, Farben, Abmessungen und die Anzahl der Schilder geprüft werden. Erst mit diesen Angaben ist eindeutig festgelegt, was gefertigt werden soll.
Material und Sicherheitszeichen richtig auswählen
Die Materialwahl richtet sich nach Einsatzort und Montageart. Selbstklebende, laminierte Polyester wie B-7541 eignen sich für dauerhafte Kennzeichnungen auf geeigneten glatten Oberflächen. Für feste Schilder werden unter anderem Polypropylenplatten wie B-7527, Aluminium wie B-7525 oder PVC-Platten wie B-455 verwendet.
Für Fluchtwege und Sicherheitsleitsysteme können nachleuchtende BradyGlo-Materialien wie B-7526 oder B-7524 in Frage kommen. Für Verkehrs- und Parkplatzschilder ist bei eingeschränkten Lichtverhältnissen zu prüfen, ob ein reflektierendes Material benötigt wird. Das Material allein entscheidet jedoch nicht über die Eignung: Auch Format, Schriftgröße und Montageort müssen zur Anwendung passen.
Bei Sicherheitszeichen ist in Deutschland die ASR A1.3 maßgeblich. Sie enthält Sicherheitszeichen nach DIN EN ISO 7010. Welches Zeichen erforderlich ist, ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung und der konkreten Situation vor Ort. Innerhalb eines Bereichs sollte eine einheitliche Symbolik verwendet werden, damit Hinweise eindeutig und schnell verständlich bleiben.
Für Sondertexte oder kundenspezifische Symbole sollten druckfähige Vorlagen, Logos oder Grafiken möglichst als Vektordatei vorliegen. Bei Fragen zur Beständigkeit ist es sinnvoll, die tatsächlichen Einsatzbedingungen vorzugeben. So kann das Material gezielt auf Oberfläche, Umgebung und erwartete Nutzungsdauer abgestimmt werden.
Fazit
Individuelle Schilder gelingen, wenn die Anwendung zuerst genau beschrieben wird: Was soll das Schild aussagen, wo wird es montiert, welchen Einflüssen ist es ausgesetzt und aus welcher Entfernung muss es lesbar sein? Daraus ergeben sich Material, Größe, Montageform und Kennzeichnungsinhalt.
Sicherheitszeichen sollten passend zur Gefährdungsbeurteilung und nach ASR A1.3 sowie DIN EN ISO 7010 ausgewählt werden. Ein sorgfältig geprüfter Korrekturabzug stellt anschließend sicher, dass Text, Symbolik, Richtung und Format vor der Fertigung stimmen.
Weitere Informationen zu Schildern und
Sonderanfertigungen:
Schilder-Sonderanfertigungen