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Selbstlaminierende Röhrchenetiketten richtig auswählen

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So schützt die transparente Etikettenfläche den Aufdruck


Selbstlaminierendes Röhrchenetikett mit weißer Druckfläche                und transparenter Schutzfläche Selbstlaminierende Röhrchenetiketten bestehen aus einer weißen Druckfläche und einem transparenten Bereich. Proben-ID, Barcode, Datum oder Klartext werden auf die weiße Fläche gedruckt. Der transparente Bereich wird anschließend um das Röhrchen gewickelt und legt sich über den Aufdruck.

Dadurch liegt die Beschriftung nicht mehr offen auf dem Röhrchen, sondern unter einer transparenten Schutzschicht. Das ist besonders hilfreich bei Probengefäßen, die häufig angefasst, gelagert, transportiert oder gereinigt werden.

Die transparente Fläche wird nicht bedruckt. Sie muss beim Anbringen über die weiße Druckfläche reichen. Erst diese Überlappung schützt den Aufdruck. Ein selbstlaminierendes Etikett ist daher nicht einfach ein normales Etikett mit transparenter Verlängerung.

Für die Auswahl sind Röhrchendurchmesser, verfügbare Beschriftungsfläche und spätere Laborbedingungen wichtiger als die reine Etikettenbreite. Bei einem zu kurzen Etikett kann die Druckfläche zwar haften, der transparente Bereich deckt den Aufdruck jedoch nicht ausreichend ab.

B-461 und B-427 anhand der Anwendung auswählen

B-461 ist ein selbstlaminierendes Polyesteretikett für anspruchsvolle Labor- und Kryoanwendungen. Bei vorgesehener Anwendung als Wickeletikett und ausreichender Überlappung ist das Material für Temperaturen bis −196 °C ausgelegt. Damit kommt es beispielsweise für die Kennzeichnung von Kryo-Röhrchen und für die Lagerung in Flüssigstickstoff infrage.

B-427 ist ein selbstlaminierendes Vinylmaterial. Auch hier wird die bedruckte Fläche durch den transparenten Wickelbereich geschützt. Es eignet sich für Röhrchenetiketten und andere gekrümmte Oberflächen, wenn ein abriebgeschützter Aufdruck benötigt wird.

Die Materialien sind nicht beliebig austauschbar. B-461 ist die passende Wahl, wenn die Kennzeichnung für sehr niedrige Temperaturen bis −196 °C benötigt wird. Für andere Laborabläufe muss anhand der tatsächlich eingesetzten Chemikalien, Temperaturen, Reinigung und Lagerdauer geprüft werden, welches Material die Anforderungen erfüllt.

Entscheidend ist immer das Datenblatt des konkreten Materials. Es beschreibt die freigegebenen Einsatzbedingungen. Eine allgemeine Chemikalienbeständigkeit eines Etiketts bedeutet nicht automatisch, dass es für jede Konzentration, Einwirkzeit oder Kombination von Laborchemikalien geeignet ist.

Etikettenlänge am Röhrchen richtig bestimmen

Die richtige Länge ergibt sich aus dem Röhrchenumfang und der erforderlichen Überlappung. Das Etikett muss das Röhrchen umschließen, die weiße Druckfläche aufnehmen und zusätzlich genügend transparenten Bereich für die Überdeckung des Aufdrucks bereitstellen.

Für die Auswahl sollten folgende Angaben vorliegen:

  • Außendurchmesser und möglichst ein Muster des Röhrchens
  • Höhe der verfügbaren Beschriftungsfläche
  • Benötigte Inhalte wie Barcode, Proben-ID, Datum oder Klartext
  • Lagerung bei Raumtemperatur, im Gefrierschrank oder im Kryobereich
  • Kontakt mit Chemikalien, Reinigungsmitteln oder Autoklavierung
  • Verwendeter Brady-Drucker und passendes Thermotransfer-Farbband

Praktisch bewährt sich folgende Reihenfolge: Zuerst das Röhrchen vermessen, dann die erforderliche Druckfläche für Barcode und Text festlegen und anschließend eine Etikettenlänge wählen, bei der der transparente Teil zuverlässig über die Druckfläche reicht. Bei sehr kleinen Röhrchen ist häufig ein schmales, längeres Etikett sinnvoller als ein kurzes, breites Format.

Nicht jedes Röhrchen benötigt ein selbstlaminierendes Etikett. Wenn keine transparente Schutzschicht erforderlich ist oder die Röhrchengeometrie dafür ungeeignet ist, kann ein anderes Laboretikettenmaterial die bessere Wahl sein.

Fazit

Selbstlaminierende Röhrchenetiketten schützen den Aufdruck durch einen transparenten Wickelbereich. Damit dieser Vorteil wirkt, muss das Etikett lang genug sein: Die transparente Fläche muss die bedruckte weiße Fläche beim Umwickeln ausreichend überlappen.

B-461 ist für Kryoanwendungen bis −196 °C als Wickeletikett vorgesehen. B-427 ist ein selbstlaminierendes Vinylmaterial für Röhrchen und andere gekrümmte Oberflächen. Die richtige Auswahl richtet sich nach Röhrchenformat, Etikettengröße und den tatsächlichen Bedingungen bei Verarbeitung, Lagerung und Reinigung.


Weitere Informationen zu Laboretiketten für Röhrchen:
Etiketten für Röhrchen   Etiketten für Kryoeinsatz   Laborkennzeichnung